Mittwoch, 09 Dezember 2015 14:28

Neue Pläne für den "Faulen Pelz"

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Der Faule Pelz in Heidelberg
Der "Faule Pelz" in Heidelberg

Heidelberg/Mannheim (fsa) - Wie der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg bestätigt, wird das Frauengefängnis Ende Januar 2016 komplett ausgeräumt sein.

Zurzeit befinden sich dort nur noch wenige Frauen in Haft. Aber bald für viele Frauen neuer Arbeitsplatz?

Das denkmalgeschützte Gebäude befindet sich in Hanglage im Süden der Heidelberger Altstadt. Aufgrund der Adresse Oberer Fauler Pelz 1 wird das Gefängnis im Volksmund Fauler Pelz genannt. Das damalige Bezirksstrafgefängnis wurde 1847/48 von Ludwig Lendorff aus rotem Sandstein erbaut.

Was passiert mit dem "Faulen Pelz"

Die Entscheidung, das Frauengefängnis in Heidelberg zu schließen, fiel aufgrund des alten Gebäudes und der niedrigen Häftlingszahlen. Was nun mit dem Anwesen passiert, steht noch zur Debatte.

Schon die Heidelberger Universität hatte eine interessante Idee: Warum nicht den ‚Faulen Pelz‘  zu einem Wohnraum für Studenten umfunktionieren? „Die Wohnungsnot macht erfinderisch, sodass auch ungewöhnliche Gebäude zur Wohnraumschaffung für das Studierendenwerk Heidelberg in Betracht kommen,“ so eine Sprecherin des Studierendenwerks Heidelberg.

Bald neue Verwendung für den Parallelbau?
Bald neue Verwendung für den Parallelbau?

Vorschläge aus der Bevölkerung, den östlichen Parallelbau, der 1911 dazu kam, als Domizil für Stadt- bzw. Gemeinderat und für Teile der Stadtverwaltung zu nutzen, trafen bei diesen Instuitionen auf breite Ablehnung. Man befürchte, so ein gemeinsamer Sprecher, dass aufgrund der weitverbreiteten volksmündlichen Bezeichnung "Fauler Pelz" Rückschlüsse auf die Arbeitsmoral und Qualität der Angestellten bzw. Räte gezogen würden. Selbst von bevorstehendem Mobbing im Freundes- und Bekanntenkreis (falls vorhanden) war die Rede.

Nun zeigt weiterer Bewerber für eines der beiden Gebäude Interesse - der Betreiber des Eros Center "Bienenstock". Die ursprüngliche Nutzung und das daraus resultierende rustikale, bis nahezu morbide, Ambiente biete sich geradezu für eine Nische des Erotikgewerbes an - BDSM und Rollenspiele. Auch die eventuelle unmittelbare Nähe von Wohnungen für Studenten und vor Allem Studentinnen sieht er eher als Vorteil hinsichtlich neuer MitarbeiterInnen, denn die spezifischen Arbeitszeiten wären nahezu ideal für den Tagesablauf, also eigentlich der ideale Studentenjob. Auch Frust und Ärger über das Studium könnten so leicht und recht angenehm abgebaut werden - und das finanziell attraktiv.

 

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Gelesen 380 mal Letzte Änderung am Sonntag, 27 Dezember 2015 19:56

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